Immobiliensektor: Künstliche Intelligenz soll Datenschätze heben
Die Immobilienbranche sammelt Unmengen an Daten, schöpft ihr Potenzial aber kaum aus. Ein Experte sieht in KI-Systemen die Lösung für bessere Vernetzung.
Wer ein Gebäude plant, finanziert, errichtet und später bewirtschaftet, hat es mit enormen Datenmengen zu tun. Doch bislang arbeiten diese verschiedenen Phasen eines Immobilienprojekts weitgehend in Silos, warnt Steffen Sebastian, Professor für Immobilienfinanzierung. Die wertvollen Informationen aus Planung, Finanzierung und Bau würden von den Betreibern meist gar nicht genutzt und umgekehrt.
Um diese Insellösungen aufzubrechen, könnte Künstliche Intelligenz eine Schlüsselrolle spielen. KI-Systeme könnten die verschiedenen Datenquellen zusammenbringen und aus ihrem Zusammenspiel neue Erkenntnisse gewinnen. Das hätte Konsequenzen für Effizienz, Rentabilität und auch für Entscheidungen in der Praxis.
Bislang tappt die Branche beim Thema Datenintegration aber noch im Dunkeln. Eine systemic Vernetzung von Planung bis Betrieb ist eher die Ausnahme. Experten sehen hier erhebliches Optimierungspotenzial, das ungenutzt bleibt.