Japan erwägt Strategiewechsel bei Riesenpensionsfonds

Japans größter Rentenfonds könnte seine Investitionen stärker auf die Heimatwirtschaft konzentrieren. Das hätte erhebliche Auswirkungen auf internationale Finanzmärkte.
Der Government Pension Investment Fund, weltgrößter Pensionsfonds, steht möglicherweise vor einer grundlegenden Neuausrichtung seiner Anlagepolitik. Japan diskutiert derzeit, die Gelder verstärkt in inländische Vermögenswerte zu lenken statt wie bisher international breit gestreut zu investieren.
Eine solche Strategieänderung würde die globalen Kapitalmärkte erheblich durcheinander wirbeln. Der Fonds verwaltet ein Vermögen von hunderten Milliarden Dollar und gilt als einer der einflussreichsten institutionellen Anleger weltweit. Jede Umschichtung seiner Portfolio-Gewichtungen löst Marktbewegungen aus.
Besonders betroffen wären internationale Anlageklassen, aus denen der Fonds Mittel abziehen könnte. Experten beobachten die mögliche Neuorientierung daher mit großem Interesse, da Japan damit auch seine Strategie zur Stabilisierung des eigenen Finanzsystems optimieren könnte.