Japan und USA stützen gemeinsam den Yen

Tokio und Washington greifen erstmals seit über einem Jahrzehnt koordiniert am Devisenmarkt ein. Die überraschende Aktion soll den schwächelnden Yen stabilisieren.
Japan und die USA haben sich auf eine gemeinsame Intervention am Devisenmarkt geeinigt. Mit dieser koordinierten Aktion stützen beide Länder den Yen, der zuletzt unter Druck geraten war. Es ist das erste Mal seit 2011, dass die beiden Wirtschaftsmächte derart zusammenarbeiten.
Die Maßnahme fiel an den Märkten überraschend ein. Während der Yen sich stabilisierte, gaben asiatische Aktienindizes nach. Analysten sehen darin eine typische Reaktion auf die unerwartete geldpolitische Stützung.
US-Präsident Donald Trump signalisierte bereits, dass weitere Unterstützungsmaßnahmen folgen könnten. Die genaue Abstimmung zwischen beiden Ländern deutet auf ernsthafte Bedenken hinsichtlich der jüngsten Entwicklungen im Devisenhandel hin.