Rhein-Niedrigwasser gefährdet Kraftstoffversorgung

Der Rheinpegel sinkt auf kritische Werte. Bei Koblenz sind es nur noch 22 Zentimeter – das treibt die Transportkosten für Kraftstoffe auf Rekordniveau und könnte bald zu Versorgungsengpässen führen.
Der Rhein führt so wenig Wasser wie lange nicht mehr. Am Pegel Koblenz ist der Wasserstand auf nur noch 22 Zentimeter gesunken und nähert sich damit historischen Tiefstständen an.
Für die Energiewirtschaft hat das erhebliche Folgen: Tanker können weniger Ladung transportieren, wenn der Fluss so niedrig ist. Das macht die Beförderung von Benzin und Diesel deutlich teurer. Die Frachtraten haben mittlerweile ihr höchstes Niveau seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen 2009 erreicht.
Experten befürchten, dass sich die Lage in absehbarer Zeit nicht entspannen wird. Sollte das Wasser weiter sinken, könnte die Versorgung mit Kraftstoffen in Deutschland in Bedrängnis geraten – mit direkten Auswirkungen auf die Spritpreise an den Tankstellen.