Schufa nutzt alte Finanzdaten für neue Bonitätsbewertung

Die Schufa führt einen aktualisierten Kreditscore ein und verspricht mehr Durchblick für Verbraucher. Doch Kritiker fragen: Warum werden jahralte Finanzinformationen bei der Bewertung herangezogen?
Die Schufa arbeitet an einer Modernisierung ihrer Bonitätsbewertung. Mit einem überarbeiteten Score-System möchte die Auskunftei Verbrauchern künftig mehr Klarheit über ihre Kreditwürdigkeit geben. Doch bei der Berechnung fließen auch historische Daten in die Bewertung ein, die teilweise Jahre zurückliegen.
Das wirft Fragen auf: Warum sind längst vergangene finanzielle Situationen noch relevant für die aktuelle Bonität? Kritiker argumentieren, dass veraltete Informationen die tatsächliche gegenwärtige Kreditfähigkeit nicht abbilden und Verbraucher damit zu Unrecht belastet werden können.
Die Schufa begründet den Einsatz historischer Daten mit deren Aussagekraft für langfristige Zahlungsfähigkeit. Dennoch bleibt unklar, wie alt diese Informationen sein dürfen und welche konkreten Auswirkungen sie auf die Bewertung haben.