USA und Japan planen Unterwasser-Bergbau für seltene Erden

Vor der japanischen Insel Minami-Torishima sollen in beispiellosen Tiefen Rohstoffe vom Meeresboden gewonnen werden. Das ehrgeizige Projekt birgt technische Risiken und geopolitische Spannungen.
Die Vereinigten Staaten und Japan arbeiten an einem Unterwasser-Bergbauprojekt, das es in dieser Form bislang nicht gab. In den Gewässern rund um Minami-Torishima sollen seltene Erden abgebaut werden – in Meerestiefen, die bisherige Projekte deutlich übersteigen.
Seltene Erden sind für die Herstellung von Elektronik, Batterien und modernen Technologien unverzichtbar. Bislang dominiert China die globale Produktion dieser Rohstoffe massiv. Ein neuer Förderstandort im Pazifik könnte diese Abhängigkeit verringern und die Versorgungssicherheit des Westens verbessern.
Experten warnen jedoch vor erheblichen Herausforderungen: Die extreme Wassertiefe macht den Bergbau technisch äußerst komplex und fehleranfällig. Zudem könnten die Auswirkungen auf die Meeresumwelt erheblich sein. Geopolitisch könnte das Projekt die ohnehin angespannten Beziehungen zu China weiter verschärfen, das seine Rohstoff-Dominanz gefährdet sieht.