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Wirecard-Prozess: Manager uneins über Legalität der Geschäfte

20. August 2026· Miriam Scholz

Im kommenden Mammutprozess um den Wirecard-Skandal werfen sich Angeklagte gegenseitig vor, von betrügerischen Machenschaften gewusst zu haben. Ein ehemaliger Manager sieht dagegen nur riskante, aber legale Geschäfte.

Der Wirecard-Skandal entwickelt sich zu einem Justiz-Epos: Mehrere Angeklagte berichten über identische Geschäftsabläufe und Warnsignale – interpretieren diese aber völlig unterschiedlich. Während der eine Seite ein hochriskantes, letztlich aber legales Geschäftsmodell sieht, werfen Mitangeschuldigte ihr vor, von einem mutmaßlichen internationalen Betrugsnetzwerk gewusst zu haben.

Die Vorwürfe sind erheblich: Es geht um systematische Täuschungen bei der Bilanzierung von Geschäften, die Wirecard über Jahre verschleiert haben soll. Der geplante Prozess wird zu einem der größten Finanzskandal-Verfahren der jüngeren deutschen Justizgeschichte.

Unklar bleibt, wer welche Verantwortung für den Zusammenbruch des Zahlungsdienstleisters trägt – und ob einzelne Angeklagte wirklich von den mutmaßlichen Betrügereien nichts wussten.

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