Kramp-Karrenbauer bewirbt sich um Stiftungsposten – Konkurrenzkampf in der CDU
Die ehemalige CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer will Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung werden. Dabei gerät sie in Konkurrenz zu einem Kandidaten, den Bundeskanzler Friedrich Merz unterstützt.
Annegret Kramp-Karrenbauer strebt ein Comeback in Führungsposition an. Die frühere CDU-Vorsitzende und Verteidigungsministerin bewirbt sich um den Posten der Konrad-Adenauer-Stiftung. Dieser wird zum Dezember frei, wenn der aktuelle Vorsitzende Norbert Lammert sein Amt aufgibt. "Ich bin bereit zu kandidieren", erklärte Kramp-Karrenbauer gegenüber Medien.
Allerdings gibt es Konkurrenz. Unionsvizefraktionschef Günter Krings gilt Berichten zufolge als Favorit von Bundeskanzler Friedrich Merz. Der CDU-Chef soll dem Juristen und langjährigen Bundestagsabgeordneten die Position bereits vor Monaten zugesagt haben. Merz hatte 2018 gegen Kramp-Karrenbauer in der Wahl zum Parteivorsitz knapp verloren – ein Punkt, der die persönliche Rivalität zwischen den beiden unterstreicht.
Kramp-Karrenbauer war von 2018 bis 2021 CDU-Vorsitzende, zog sich nach einer Wahlkrise in Thüringen dann aus dem öffentlichen Leben zurück. Die Abstimmung über die Nachfolge Lammerts findet am 19. Dezember statt. Es wäre das erste Mal, dass eine Frau die traditionsreiche CDU-nahe Stiftung leitet.