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Cybergrooming: Rechtliche Grenzen bei der Beweissicherung

19. Oktober 2025· Miriam Scholz

Eltern und Vertrauenspersonen stehen vor einem Dilemma, wenn sie verdächtiges Verhalten online dokumentieren möchten. Wo verläuft die rechtliche Grenze zwischen Schutz und Strafbarkeit?

Wenn Kinder im Internet belästigt werden, entsteht oft ein Handlungsdruck: Betroffene oder ihre Vertrauenspersonen möchten Beweise sichern und Täter überführen. Doch Screenshots und andere Dokumentationen können selbst rechtliche Probleme mit sich bringen.

Die Frage ist komplex: Wer verdächtige Nachrichten oder Bilder speichert und weiterleitet, könnte unter Umständen gegen Gesetze verstoßen – etwa beim Umgang mit belastendem Material. Gleichzeitig sind solche Aufzeichnungen häufig entscheidend, um Täter zu überführen und Kinder zu schützen.

Experten empfehlen daher, verdächtige Inhalte zunächst den Plattformen selbst zu melden und parallel Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten. So können Fachleute die Beweissicherung sachgerecht übernehmen. Eine vorschnelle Eigensicherung kann kontraproduktiv wirken und sogar den eigenen rechtlichen Status gefährden.

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