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Hoeneß warnt vor Transferwahnsinn im Fußball

03. September 2025· Jonas Brinkmann

Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß kritisiert die explodierenden Transfersummen im internationalen Fußball scharf. Er fordert den deutschen Fußball auf, einen eigenen Weg zu gehen und sich nicht von Geldgebern abhängig zu machen.

Uli Hoeneß hat auf einer DFL-Gala in Berlin deutliche Worte zum Transfermarkt gefunden. Der 73-jährige Ehrenpräsident des FC Bayern kritisierte die in seinen Augen unverhältnismäßigen Ausgaben für Spielerverpflichtungen. Besonders die englische Premier League mit ihren knapp 3,6 Milliarden Euro Transferbudget dient ihm als Beispiel für den aus dem Ruder gelaufenen Markt.

Hoeneß plädierte dafür, dass der deutsche Fußball sich bewusst von diesem Trend abgrenzt. Der Verband sollte sich nicht von großen Geldgebern aus dem arabischen Raum, von amerikanischen Fonds oder Oligarchen abhängig machen, mahnte er. Bayern München geht in dieser Saison konsequent einen anderen Weg: Nach einem Einkaufsstopp setzte der Klub zuletzt auf ein Leihgeschäft statt auf teure Neuverpflichtungen.

Angesichts dieser finanziellen Disparitäten sieht Hoeneß Bayern in der Champions League nur noch als Außenseiter. Bundeskanzler Friedrich Merz sprach sich unterdessen für die Beibehaltung der 50+1-Regel in der Bundesliga aus, um die Unabhängigkeit der Clubs zu wahren.

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