Britischer Regierungschef verliert dritten Top-Mitarbeiter in zehn Tagen
Der Strategiedirektor Paul Ovenden ist zurückgetreten, nachdem sexistische Äußerungen über eine Labour-Abgeordnete öffentlich wurden. Es ist bereits der dritte Rücktritt im engsten Umfeld von Premierminister Keir Starmer.
Premierminister Keir Starmer muss erneut einen wichtigen Vertrauten ziehen lassen. Paul Ovenden, der als Strategiedirektor arbeitete, trat nach der Veröffentlichung abfälliger und frauenfeindlicher Nachrichten zurück. Die Äußerungen richteten sich gegen die Labour-Politikerin Diane Abbott. Ein Regierungssprecher verurteilte die Inhalte scharf und betonte, dass solche Kommentare in der Politik nichts zu suchen haben.
Diane Abbott machte als erste schwarze Frau Geschichte im britischen Parlament. Während ihrer Karriere musste sie sich wiederholt massiven Anfeindungen auseinandersetzen. Die jüngsten Äußerungen reihen sich in eine lange Serie von Anfeindungen ein, denen sie ausgesetzt ist.
Ovenden ist bereits der dritte hochrangige Regierungsmitarbeiter, der Starmer in weniger als zwei Wochen verlässt. Zuvor trat Vizeregierungschefin Angela Rayner wegen steuerlicher Ungereimtheiten zurück, und der US-Botschafter Peter Mandelson wurde entlassen, nachdem Verbindungen zu dem verstorbenen Verurteilten Jeffrey Epstein bekannt wurden. Starmer erklärte, diese Verbindungen seien ihm bei der Ernennung nicht bekannt gewesen.