FEMA-Mitarbeiter nach Kritik an Behördenleitung entlassen
Die Trump-Regierung hat mehrere Mitarbeiter der US-Katastrophenschutzbehörde FEMA freigestellt, nachdem diese die Führungsqualifikationen angezweifelt hatten. Beamte warnen vor mangelhafter Krisenvorbereitung.
Wenige Tage vor dem 20. Jahrestag von Hurrikan Katrina hat die US-Behörde FEMA mehrere ihrer Mitarbeiter entlassen. Diese hatten in einem offenen Brief an den Kongress erhebliche Bedenken zur Kompetenz der von der Trump-Regierung eingesetzten Führungskräfte geäußert und befürchtet, dass eine unzureichende Vorbereitung zu katastrophalen Auswirkungen während der Hurrikan-Saison führen könnte.
Die Entlassungen sind Teil eines größeren Musters: Bereits im Juli hatte die Umweltschutzbehörde EPA 139 Mitarbeiter freigestellt, nachdem diese Trumps Klimapolitik kritisiert hatten. Insgesamt haben etwa 2.000 FEMA-Beschäftigte – ein Drittel der Belegschaft – die Behörde dieses Jahr verlassen. Zusätzlich plant die Regierung Kürzungen bei der Katastrophenschutzförderung in Höhe von etwa einer Milliarde Dollar.
Die FEMA-Leitung betont dagegen, dass die Behörde unter Bürokratie und Ineffizienz leide und Reformen notwendig seien. Die warnenden Mitarbeiter beziehen sich auf Hurrikan Katrina von 2005, der über 1.800 Todesfälle forderte und aufdeckte, wie mangelnde behördliche Reaktion Katastrophen verschärfen kann.