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Gesuchter Neonazi entzog sich Haft – Polizei ignorierte Fluchtwarnung

03. September 2025· Tobias Ellwanger

Ein verurteilter Rechtsextremer ist vor seinem Haftantritt untergetaucht. Obwohl Behörden seine Flucht befürchteten, gelang dem 53-Jährigen die Flucht – möglicherweise in Frauenkleidung.

Ein rechtsextremer Straftäter ist dem deutschen Justizsystem entkommen, bevor er seine Strafe antreten konnte. Der 53-jährige Sven Liebich war angefordert worden, sich am Gefängnistor einzufinden – doch er kam nicht. Stattdessen inszenierte der Neonazi offenbar eine öffentlichkeitswirksame Abschiedsveranstaltung, bei der Sympathisanten, Medienvertreter und Polizeikräfte vor der Anstalt warteten.

Wie später bekannt wurde, hatten Behörden bereits im Vorfeld ernsthafte Bedenken geäußert, dass Liebich fliehen könnte. Die Staatsanwaltschaft warnte vor dieser Möglichkeit – doch die Polizei scheint auf diese Warnungen nicht reagiert zu haben. Dadurch konnte sich der Gesuchte absetzen und untergetauchen.

Die Fahndung nach dem flüchtigen Verurteilten läuft derzeit. Ihm drohen nicht nur die ursprüngliche Strafe, sondern zusätzlich rechtliche Konsequenzen für sein Fluchtverhalten.

H
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