SPD-Politikerin protestiert gegen Kanzler Merz
In Bielefeld haben sich rund 4000 Menschen gegen Äußerungen von Bundeskanzler Merz zur Migrationspolitik versammelt. Für Wirbel sorgte die Teilnahme einer prominenten SPD-Funktionärin an vorderster Front.
In Bielefeld haben am Freitagabend etwa 4000 Demonstranten gegen Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz protestiert. Das lokale Bündnis gegen Rechts hatte zu der Kundgebung aufgerufen und kritisierte Merz' jüngste Stellungnahmen zur Migrationspolitik als zu pauschal und nicht differenziert genug.
Aufmerksamkeit erregte die Teilnahme von Wiebke Esdar, SPD-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende ihrer Partei. Die 41-Jährige lief in der vordersten Reihe des Demozugs mit. Nach Aussage der Organisatoren war Esdar als interessierte Bürgerin vor Ort und hatte keine offizielle Rolle bei der Veranstaltung.
Der Auftritt verschärft bestehende Spannungen innerhalb der Koalition. Während Merz eine konsequentere Migrationspolitik verfolgt, formiert sich innerhalb der SPD Widerstand gegen diesen Kurs. Mit der öffentlichen Demonstration signalisiert Esdar deutlich Distanz zur Regierungslinie ihres eigenen Kanzlers.