USA entsenden Flugzeugträger zur Drogenbekämpfung in der Karibik
Das Pentagon schickt die USS Gerald R. Ford nach Lateinamerika, um gegen Drogenschmuggel vorzugehen. Der Einsatz sorgt für Spannungen mit Venezuela und Kolumbien – Kritiker warnen vor Eskalation.
Die Vereinigten Staaten verstärken ihre militärische Präsenz in der Karibik und im östlichen Pazifik. Verteidigungsminister Pete Hegseth hat angeordnet, den Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in die Region zu verlegen. Die südliche Kommandozentrale des US-Militärs soll die Operation leiten und den Drogenschmuggel bekämpfen.
Parallel dazu haben die USA Sanktionen gegen Kolumbiens Präsident Gustavo Petro und seine Familie verhängt. Das Pentagon bestätigte zudem, in der Karibik ein Boot zerstört zu haben, bei dem sechs Menschen starben. Nach Angaben der US-Regierung handelte es sich um ein Schiff der venezolanischen Bande Tren de Aragua, die Washington als Terrororganisation einstuft.
Der Schritt sendet ein deutliches Zeichen, birgt aber erhebliche Risiken. Menschenrechtsorganisationen und die Vereinten Nationen warnen vor einer Militarisierung der Drogenbekämpfung, die Zivilisten gefährdet und internationale Konflikte verschärfen könnte. In den vergangenen Wochen hatten US-Operationen in der Region bereits mehrfach zu Todesopfern geführt. Kritiker bemängeln zudem fehlende rechtliche Grundlagen für das Vorgehen.