Selenskyj appelliert an internationale Partner vor Putins China-Besuch
Der ukrainische Präsident fordert Staatenführer auf, Druck auf Russland auszuüben. Er hofft, dass Indiens Premier Modi beim SOZ-Gipfel für einen Waffenstillstand eintritt.
Während Wladimir Putin zu einem viertägigen Besuch nach China reist, wendet sich Wolodymyr Selenskyj an internationale Führungspersönlichkeiten. Der ukrainische Präsident hat mit Indiens Premierminister Narendra Modi Gespräche geführt und möchte, dass dieser beim kommenden Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Tianjin die Beendigung des Krieges zur Sprache bringt.
Selenskyj sieht einen Waffenstillstand als notwendige Voraussetzung für Friedensverhandlungen an – eine Position, die Moskau ablehnt. Russlands Führung signalisiert stattdessen, den Krieg fortzusetzen und kündigt bereits eine Herbstoffensive an. In der Nacht zum Samstag griff Russland die Ukraine erneut mit Drohnen an, wobei mindestens eine Person ums Leben kam.
Trotz fehlender positiver Signale aus Moskau erklärt sich Selenskyj weiterhin zu direkten Verhandlungen bereit. Seine Unterhändler haben bereits in mehreren Ländern – darunter die Türkei, Saudi-Arabien und die Schweiz – sondiert, ob diese als Treffen-Orte zur Verfügung stehen würden. Parallel plant Selenskyj europäische Gespräche für die kommende Woche, um eine stärkere internationale Antwort gegen Russland zu koordinieren.