Sudan weist hochrangige UN-Vertreter aus
Die sudanesische Regierung hat zwei führende Mitarbeiter des Welternährungsprogramms zu unerwünschten Personen erklärt. Sie müssen das Land innerhalb von 72 Stunden verlassen.
Inmitten der verheerenden humanitären Krise im Sudan hat die Regierung drastische Maßnahmen gegen die Vereinten Nationen eingeleitet. Der Direktor des Welternährungsprogramms und die Nothilfe-Koordinatorin wurden des Landes verwiesen. Begründungen für diese Entscheidung nannte die Regierung zunächst nicht.
Dies ist nicht die erste Konfrontation zwischen der sudanesischen Führung und UN-Vertretern. Bereits 2023 wurde der deutsche Diplomat Volker Perthes als Sondergesandter zur Persona non grata erklärt. Im Hintergrund eskaliert die humanitäre Katastrophe: Nach dem Fall der Stadt Faschir berichten Flüchtlinge von willkürlicher Gewalt und Massakern durch die RSF-Miliz. Über zwölf Millionen Menschen sind auf der Flucht, mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist vom Hunger bedroht.
Parallel dazu wurden fünf Freiwillige des Roten Halbmonds getötet – ein deutlicher Verstoß gegen internationales Recht zum Schutz humanitärer Helfer. Das Auswärtige Amt fordert sofortige Gerechtigkeit und mahnt die RSF zur Rechenschaft für ihre Handlungen.