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Norwegen unter französischem Atomschutz

27. Mai 2026· Tobias Ellwanger

Norwegens Regierungschef unterzeichnet in Paris ein Verteidigungsabkommen mit Macron. Das Land sucht Sicherheit angesichts von Zweifeln an der US-Garantie.

Norwegen stellt sich unter den nuklearen Schutzschirm Frankreichs. Ministerpräsident Jonas Gahr Störe unterzeichnete am Mittwoch in Paris ein entsprechendes Verteidigungsabkommen mit Präsident Emmanuel Macron. Der Schritt signalisiert ein grundlegendes Umdenken in der nordeuropäischen Sicherheitspolitik.

Hintergrund ist die wachsende Unsicherheit über die Zuverlässigkeit des amerikanischen Atomschutzes. Seit Donald Trump ins Weiße Haus zurückgekehrt ist, fragen sich NATO-Staaten, ob die USA tatsächlich im Ernstfall eingreifen würden. Besonders besorgniserregend sind für Norwegen die massive Aufrüstung Russlands sowie der andauernde Krieg in der Ukraine. Das skandinavische Land grenzt unmittelbar an Russland.

Frankreich hatte sein Angebot zur Ausweitung des Atomschutzes im März unterbreitet. Inzwischen haben sich Polen und Litauen ebenfalls dafür entschieden. Ein Angriff auf Norwegen könnte damit künftig einen französischen Gegenschlag auslösen. In Friedenszeiten sollen jedoch keine Atomwaffen auf norwegischem Boden stationiert werden, betonte Störe.

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