← Zurück zu Promi Promi

Norwegische Prinzessin Ingrid Alexandra soll Regentschaft übernehmen können

17. Juni 2026· Miriam Scholz

Das norwegische Königshaus plant eine Verfassungsreform. Prinzessin Ingrid Alexandra soll künftig als Regentin einspringen können, wenn König und Kronprinz ausfallen. Das Parlament stimmt bald ab.

Die Gesundheitskrise von Kronprinzessin Mette-Marit hat Norwegen veranlasst, seine Verfassungsregeln für die Thronfolge zu überdenken. Nach ihrer Lungenoperation rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie das Königshaus in Notfällen handlungsfähig bleiben kann.

Die Parlamentskommission für Verfassungsfragen empfiehlt einstimmig, Paragraph 41 der norwegischen Verfassung zu ändern. Danach soll die älteste volljährige Tochter des Kronprinzen, die 22-jährige Prinzessin Ingrid Alexandra, den Staatsrat leiten dürfen, falls sowohl König Harald als auch Kronprinz Haakon nicht zur Verfügung stehen. Bislang würde automatisch die regierende Regierung diese Aufgabe übernehmen – ein Szenario, das in Zeiten politischer Umbrüche problematisch werden kann.

Die Reform macht auch im persönlichen Leben der Prinzessin einen Unterschied: Ingrid beendete ihr Studium in Australien vorzeitig und kehrt nach Norwegen zurück. Sie rückt damit deutlich früher in eine repräsentative Rolle hinein als geplant. Am 3. November entscheidet das norwegische Parlament über die geplante Verfassungsänderung, die eine Zweidrittelmehrheit benötigt.

H
Hitkanal.FM Main
Bereit zum Abspielen