Sportfreunde Stiller: Wie die Band ihre Krise überwand
Zum 30-jährigen Jubiläum blickt die Münchner Band in einer ARD-Dokumentation auf ihre tiefste Krise zurück: 2017 musste Sänger Peter Brugger die Notbremse ziehen – völlig ausgebrannt verließ er die Bühne.
Die Sportfreunde Stiller nutzen ihren runden Geburtstag nicht für Nostalgie, sondern für eine ehrliche Aufarbeitung ihrer Geschichte. Zentrum der neuen ARD-Dokumentation "Sportfreunde Stiller – Mit dem Herz in der Hand" ist die Bandkrise von 2017, die zum kompletten Rückzug führte.
Sänger Peter Brugger war damals emotional völlig am Ende: Auf der Bühne spürte er keine Regung mehr. Die dreijährige Auszeit ermöglichte eine Neuorientierung – schlagzeuger Florian Weber gesteht heute, dass man damals die totale Erschöpfung des Kollegen ignoriert habe. Die jahrzehntelange Hochdruck-Karriere seit der Gründung 1995 hatte ihre Spuren hinterlassen, obwohl große Erfolge wie "Ein Kompliment" oder der WM-Hit "'54, '74, '90, 2006" längst zum Standard gehörten.
2020 begann die langsame Wiederannäherung der drei Musiker. Das Comeback auf dem Rock am Ring 2022 wurde zum großen Erfolg – und zeigt, dass die erzwungene Pause der Gruppe guttun sollte. Auch ein neues Album ist bereits geplant. Die Dokumentation demonstriert: Wahre Größe zeigt sich nicht in Triumphgesten, sondern beim gemeinsamen Wiederaufstehen.