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Niki Laudas Sohn Lukas: Erinnerungen an einen ganz normalen Vater

06. September 2025· Daniel Kastner

Lukas Lauda spricht erstmals offen über sein Privatleben mit dem dreifachen Formel-1-Weltmeister. Im Familienkreis sei sein Vater eine ganz andere Person gewesen als die motorsportliche Legende.

Lukas Lauda hat sich an die italienische Zeitung "Corriere della Sera" erinnert, wie sein berühmter Vater Niki Lauda zu Hause war. Für ihn und seinen Bruder Mathias war der dreifache Weltmeister zunächst einfach ein Vater – einer, der häufig beruflich unterwegs war, sich aber völlig der Familie widmete, wenn er daheim war. Besonders bemerkenswert: Niki Lauda brachte die Rennerei überhaupt nicht mit nach Hause. "Er sprach nie über die Formel 1", berichtet sein Sohn.

Stattdessen vermittelte Niki Laudas seinen Kindern Werte wie Bescheidenheit, Pünktlichkeit und Durchhaltevermögen. Er behandelte sie nicht als Kinder, sondern auf Augenhöhe. Erst 1983 auf Ibiza wurde Lukas bewusst, wer sein Vater wirklich war – als sich plötzlich fremde Menschen um ihn versammelten und um Autogramme baten. Eine Episode aus Seattle ist dem Sohn besonders in Erinnerung geblieben: Als ein Restaurant-Manager Niki aufforderte, seine charakteristische rote Kappe abzusetzen, nahm er diese wortlos ab und sagte nur: "Regeln sind Regeln."

Bis zu Niki Laudas Tod im Mai 2019 blieben Vater und Sohn eng verbunden. Lukas, der heute bei KTM im Motorsport-Bereich arbeitet, war stets an seiner Seite. "Er war für mich nicht nur ein Vater, sondern wie ein großer Bruder und bester Freund", sagt er rückblickend.

H
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