BVB: Kovac verteidigt Schlotterbeck, Adeyemi muss Geldstrafe zahlen
Trainer Niko Kovac lobt seinen Abwehrchef Nico Schlotterbeck für dessen kritische Äußerungen gegenüber Mitspielern. Gleichzeitig kündigt Sportdirektor Sebastian Kehl eine Geldstrafe gegen Karim Adeyemi an, der sich über seine Auswechslung beschwert hat.
Nach dem 2:0-Erfolg gegen Gladbach hat Borussia Dortmund ein turbulentes Jahresende hinter sich. Trainer Niko Kovac stellte sich hinter seinen Abwehrchef Nico Schlotterbeck, der in der vergangenen Woche nach der Champions-League-Niederlage gegen Bodø/Glimt mehrere Teamkollegen öffentlich kritisiert hatte. Dies hatte zu heftigen Diskussionen geführt.
Kovac sieht darin jedoch kein Problem: Der Coach interpretiert Schlotterbecks Verhalten als Verantwortungsbewusstsein eines Führungsspielers. Ein Trainer könne nicht allein erfolgreich arbeiten, sondern brauche die Unterstützung erfahrener Spieler, die auch in der Kabine und auf dem Platz Dinge ansprechen – sowohl negative als auch positive. Nach dem Gladbach-Spiel bescheinigte Kovac Schlotterbeck ein hervorragendes Leistungsbild.
Weniger Verständnis zeigte der BVB dagegen für Karim Adeyemi. Der Flügelspieler hatte mit gestenreichem Unmut auf seine Auswechslung in der 60. Minute reagiert. Sportdirektor Sebastian Kehl kündigte daraufhin an, dass Adeyemi eine Geldstrafe erhält. Solche Reaktionen seien nicht akzeptabel – schließlich müssten Spieler Trainersicherheiten respektieren. Kovac stimmte dieser Haltung zu und merkte an, dass Adeyemi ohnehin nicht sein bestes Spiel gezeigt habe.