Dembélé verletzt sich im Länderspiel – PSG kritisiert französischen Verband
PSG-Offensivspieler Ousmane Dembélé fällt nach einer Oberschenkelverletzung im WM-Qualifikationsspiel gegen die Ukraine etwa sechs Wochen aus. Der Pariser Verein hatte den französischen Verband vorher gewarnt.
Ousmane Dembélé wird seiner Mannschaft Paris Saint-Germain längere Zeit nicht zur Verfügung stehen. Der 28-jährige Offensivspieler zog sich beim 2:0-Sieg Frankreichs gegen die Ukraine in der WM-Qualifikation eine schwere Oberschenkelverletzung zu. Mit einem Ausfall von etwa sechs Wochen muss PSG rechnen.
Das Problem für die Pariser: Sie hatten den französischen Verband vorher ausdrücklich davor gewarnt, Dembélé einzusetzen. In einem Brandbrief beschrieb PSG einen Ermüdungszustand des Spielers und forderte, ihn zu schonen. Nationaltrainer Didier Deschamps verteidigte seine Entscheidung jedoch: Der Spieler sei fit gewesen, habe nichts Schlimmes gespürt und befand sich in guter Verfassung. Deschamps beteuerte, er hätte Dembélé nicht eingesetzt, wenn er Zweifel gehabt hätte.
Für PSG hat die Verletzung erhebliche Konsequenzen. Dembélé wird die Champions-League-Spiele gegen Atalanta Bergamo und den FC Barcelona verpassen, auch das Spiel gegen Bayer Leverkusen steht in Frage. Der Franzose gilt als Favorit für den Ballon d'Or, der eine Woche nach dieser Begegnung in Paris verliehen wird. In der vergangenen Saison war Dembélé an 51 Treffern in 53 Spielen beteiligt und führte PSG zur Champions-League-Meisterschaft.