Bund besteht auf deutscher Börsennotierung bei Commerzbank-Deal
Im Übernahmekampf um die Commerzbank macht die Bundesregierung Druck: Finanzminister Klingbeil will beim Treffen mit Unicredit-Chef Orcel klare Bedingungen setzen.
Der Streit um die Zukunft der Commerzbank verschärft sich. Bundesfinanzminister Klingbeil plant offenbar, beim anstehenden Gespräch mit Unicredit-Boss Orcel am Montag deutlich Position zu beziehen. Ein zentraler Punkt der deutschen Forderungen: Das Geldinstitut soll an einer deutschen Börse notiert bleiben.
Die Regierung will damit verhindern, dass der italienische Finanzkonzern Unicredit die Commerzbank komplett unter seine Kontrolle bringt und möglicherweise vom Markt nimmt. Ein deutsches Listing wäre ein Zeichen für Unabhängigkeit.
Allerdings deuten Informationen darauf hin, dass es bei dieser einen Bedingung nicht bleiben wird. Mit weiteren Forderungen könnte Berlin versuchen, die geplante Übernahme zu blockieren oder zumindest erheblich zu verzögern.