Fed will Bankenregeln lockern
Die US-Notenbank plant offenbar, die Aufsichtsanforderungen für große Kreditinstitute zu entspannen. Während Banken von weniger Bürokratie profitieren könnten, warnen Kritiker vor neuen Risiken.
Nach Informationen von Insidern bereitet die Federal Reserve eine Änderung ihrer Aufsichtsbestimmungen vor. Dabei sollen die Grenzen erhöht werden, ab denen strenge Regulierungsauflagen greifen. Das hätte zur Folge, dass mehrere große Banken mit geringeren Compliance-Kosten rechnen könnten.
Die Institute würden dadurch Ressourcen einsparen, die bislang für die Erfüllung umfangreicher Berichtspflichten und Kontrollmechanismen notwendig waren. Für die betroffenen Unternehmen könnte dies eine finanzielle Entlastung bedeuten.
Allerdings mehren sich die Stimmen, die vor unerwünschten Nebenwirkungen warnen. Gegner der Pläne befürchten, dass eine Abschwächung der Aufsicht zu höheren Risiken im Finanzsystem führen könnte. Sie argumentieren, dass strikte Regeln wichtig sind, um Banken von zu großem Risikoverhalten abzuhalten.