Frankreich: Ratingagentur gibt Hoffnungssignal trotz Schuldenkrise
Frankreichs Haushaltslage verschärft sich zusehends, doch Moody's verzichtet vorerst auf eine Bonitätsherabstufung. Experten warnen jedoch vor weiteren Zuspitzungen.
Frankreich befindet sich in einer angespannten haushaltlichen Situation. Die Risikoaufschläge, die Investoren für die Kreditvergabe an den französischen Staat einfordern, steigen kontinuierlich an. Doch ein totaler Vertrauensverlust bleibt dem Land vorerst erspart.
Die Ratingagentur Moody's hat entschieden, die Kreditwürdigkeit Frankreichs nicht herabzustufen. Die Bonitätsnote wird damit unangetastet gelassen. Dieses Signal beruhigt zumindest kurzfristig die Märkte und gibt Paris eine kleine Verschnaufpause bei der Krisenbewältigung.
Allerdings sind Beobachter der Finanzlage skeptisch, ob diese Entspannung von Dauer ist. Ohne substanzielle Reformen könnte die Schuldensituation weiterhin kritisch werden, warnen Analysten. Die grundlegenden Probleme der französischen Staatsfinanzen sind damit noch lange nicht gelöst.