Geisterflotte bringt Öl trotzdem auf den Markt
Die Straße von Hormus wird weniger genutzt, doch das Öl fließt weiter. Eine Schattenflotte umgeht Sanktionen und hält die globale Versorgung aufrecht – zu steigenden Preisen.
Der Ölmarkt erlebt derzeit eine paradoxe Entwicklung: Während der reguläre Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus zurückgeht, steigen die Ölpreise wieder über 90 Dollar pro Barrel. Das deutet darauf hin, dass trotz geringerer offizieller Transportmengen weiterhin erhebliche Ölmengen ihren Weg auf den Weltmarkt finden.
Verantwortlich dafür ist eine sogenannte Schattenflotte – nicht registrierte oder schwer nachzuverfolgbare Schiffe, die unter fragwürdigen Bedingungen operieren. Diese Flotte ermöglicht es, Sanktionen zu umgehen und das Öl trotzdem global zu handeln. Experten warnen, dass diese Entwicklung die Energieversorgung zunehmend destabilisiert.
Die steigende Abhängigkeit von Schattenstrukturen könnte zur neuen Realität am Ölmarkt werden – mit unkalkulierbaren Risiken für die Preisstabilität und die globale Wirtschaft.