Goldman Sachs verzichtet auf Diversitätsstatistiken
Die US-Investmentbank Goldman Sachs veröffentlicht bei Beförderungen keine aufgeschlüsselten Daten zu Geschlechtern und Herkunft mehr. Das Vorgehen wird kritisiert.
Goldman Sachs hat eine Änderung in ihrer Berichterstattung vorgenommen: Die Investmentbank wird künftig bei der Bekanntgabe von Partnerschaften und Beförderungen keine detaillierten demografischen Aufschlüsselungen mehr veröffentlichen. Dies betrifft insbesondere Angaben zu Geschlecht, ethnischer Herkunft und anderen Diversitätsmerkmalen.
Das Unternehmen betont gleichzeitig, dass Vielfalt in der Belegschaft weiterhin einen hohen Stellenwert habe. Dennoch gibt die Bank diese Daten nicht mehr in der bisherigen Form nach außen.
Kritiker argumentieren, dass die mangelnde Transparenz es schwieriger macht, die tatsächliche Entwicklung bei der Förderung von Frauen und Angehörigen von Minderheiten zu überprüfen. Der Schritt passt zu einem breiteren Trend in der US-Wirtschaft, wo einige Konzerne ihre Diversity-Initiativen reduziert oder umstrukturiert haben.