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Japans Geldpolitik wechselt Kurs - Was bedeutet das für die Welt?

08. Oktober 2026· Daniel Kastner

Ein Nomura-Analyst warnt: Wenn Japan seine Ersparnisse lieber im Inland anlegt, könnte das erhebliche Auswirkungen auf die globalen Finanzmärkte haben. Ein Gespräch über Risiken und Chancen.

Japan steht an einem Wendepunkt seiner Geldpolitik. Bislang war das Land der Welt größter Nettokreditgeber – nun könnten steigende Zinsen im Inland das ändern. Der Frage, was dieser Wandel für die internationalen Märkte bedeutet, stellt sich Sönke Siemßen von Nomura.

Laut dem Experten birgt die Straffung der Geldpolitik in Japan durchaus Risiken für die USA. Wenn japanische Anleger ihre Kapitalanlage verstärkt auf Tokio konzentrieren, könnte dies Auswirkungen auf die Finanzierungsmöglichkeiten anderer Länder haben. Gleichzeitig sieht Siemßen in den laufenden Reformen auch Chancen – besonders für einzelne Aktien, bei denen er perspektivisch mit Gewinnen rechnet.

Ein interessanter Blickwinkel ergibt sich auch für Deutschland: Welche Lerneffekte aus Japans strukturellen Veränderungen lassen sich hierzulande umsetzen? Siemßen deutet an, dass die deutschen Wirtschaftspolitiker einiges von den japanischen Erfahrungen profitieren könnten.

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