Japans Notenbank dreht an der Zinsschraube
Die Bank of Japan erhöht ihren Leitzins auf den höchsten Wert seit drei Jahrzehnten. Die Maßnahme gegen steigende Preise sorgt an den Märkten für Überraschung.
Japans Notenbank hat den Leitzins deutlich erhöht und damit ein geldpolitisches Signal gesetzt, das zuletzt vor 31 Jahren zu sehen war. Der Schritt richtet sich gegen wachsende Preisrisiken in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt.
Die Marktreaktion fiel überraschend aus: Investoren reagierten verhalten auf die Nachricht. Besonders der Yen zeigte zunächst nicht die erwartete Reaktion. Üblicherweise würde eine Zinserhöhung die Landeswährung stärken.
Die Entscheidung verdeutlicht, dass Japan wie viele andere Länder mit hartnäckiger Inflation kämpft und seine Geldpolitik aus der bisherigen Niedrigzinsphase abfährt.