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Neue ETF-Strategie: Weniger USA, mehr Diversität – aber mit Haken

01. Oktober 2026· Katharina Vogt

Ein Amundi-Fonds setzt auf ein ungewöhnliches Konzept: Statt Marktkapitalisierung bestimmt die Wirtschaftskraft die Gewichtung. Das reduziert die US-Dominanz, bringt aber eigene Risiken mit sich.

Der Vermögensverwalter Amundi hat einen ETF entwickelt, der den traditionellen Ansatz bei der Fondsgestaltung infrage stellt. Während klassische Fonds Aktien nach ihrer Marktkapitalisierung gewichten, orientiert sich das neue Produkt an der tatsächlichen Wirtschaftskraft einzelner Länder und Regionen.

Das hat messbare Auswirkungen: Der Anteil der USA sinkt um etwa die Hälfte, während andere Volkswirtschaften mehr Gewicht erhalten. Das klingt zunächst attraktiv, da es eine breitere Streuung ermöglicht und die Dominanz eines einzelnen Marktes reduziert.

Doch Experten warnen vor neuen Herausforderungen. Der alternative Ansatz kann zu Übergewichtungen in Schwellenländern oder wirtschaftlich weniger stabilen Regionen führen. Zudem entstehen höhere Umschichtungskosten, wenn sich die wirtschaftlichen Machtverhältnisse verschieben.

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