Russische Zentralbank senkt Zinsen unter Putins Druck

Die Zentralbankchefin Nabiullina wird die erwartete Zinssenkung begründen. Experten warnen aber vor anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen in Russland.
Die russische Zentralbank folgt dem Druck aus dem Kreml und senkt ihre Leitzinsen. Zentralbankchefin Elvira Nabiullina wird die Entscheidung heute öffentlich erläutern und verteidigen müssen.
Die Maßnahme geht auf direkte Forderungen von Präsident Putin zurück, der eine lockerere Geldpolitik zur Ankurbelung der Wirtschaft fordert. Mit niedrigeren Zinsen sollen Unternehmen leichter an Kredite kommen und zu mehr Investitionen bewegt werden.
Allerdings bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt. Analysten rechnen nicht damit, dass die Zinssenkung allein die grundlegenden Probleme der russischen Wirtschaft lösen kann. Strukturelle Probleme und externe Faktoren dürften weiterhin Wachstumschancen begrenzen.