Rüstungsaktien unter Druck: 58 Milliarden Euro Wertverlust

Trotz NATO-Gipfel und internationaler Großaufträge verlieren deutsche Rüstungskonzerne massiv an Wert. Experten sehen Gründe in veränderten Kriegsszenarien.
Die Aktien großer deutscher Rüstungshersteller wie Rheinmetall, Renk und Hensoldt befinden sich im Sinkflug. Insgesamt ist der Börsenwert dieser Unternehmen um etwa 58 Milliarden Euro geschrumpft – ein Kurssturz, den selbst positive Nachrichten vom NATO-Gipfel oder lukrative Auslandsaufträge bislang nicht aufhalten konnten.
Analysten führen die schwache Entwicklung unter anderem auf Verschiebungen bei den Anforderungen modererner Kriegführung zurück. Die traditionellen Geschäftsmodelle der Rüstungsindustrie geraten offenbar unter Druck, wenn sich Konflikte anders abspielen als früher erwartet.
Investoren scheinen skeptisch zu sein, ob die Unternehmen ihre Geschäftsmodelle schnell genug an neue strategische Realitäten anpassen können – trotz des gestiegenen globalen Rüstungsbedarfs.