USA und Japan wollen Seltene Erden aus der Tiefe fördern

Vor der japanischen Küste planen Washington und Tokio eine beispiellose Unterwasser-Rohstoffmine. Das Projekt könnte geopolitische Spannungen verschärfen.
Die USA und Japan arbeiten an einem ehrgeizigen Plan: Sie wollen Seltene Erden vom Meeresboden vor Minami-Torishima abbauen – tiefer als je zuvor. Diese Rohstoffe sind für Elektronik, Batterien und Rüstungstechnik unverzichtbar.
Technisch ist das Unterfangen eine große Herausforderung. Die extreme Tiefe und die schwierigen Bedingungen im Meer machen den Abbau komplex und teuer. Experten warnen vor möglichen Umweltrisiken und Schäden am Ökosystem.
Geopolitisch könnte das Vorhaben Peking verärgern. China kontrolliert derzeit einen Großteil der globalen Seltene-Erden-Produktion und könnte sich durch das Projekt in seiner wirtschaftlichen Position bedroht sehen. Das Projekt zeigt das Ringen um strategische Rohstoffe im Indo-Pazifik.