Wirecard-Prozess: Ex-Manager beschuldigt Mitangeklagte des organisierten Betrugs
Im Wirecard-Skandal geraten Angeklagte zunehmend aneinander. Ein früherer Manager wirft seinen Mitangeklagten vor, einen internationalen Betruggsring geleitet zu haben – während diese Geschäfte als legitim darstellen wollen.
Im größten Wirtschaftskrimi der jüngeren deutschen Vergangenheit verschärft sich der Konflikt zwischen den Angeklagten. Ein ehemaliger Wirecard-Manager hat laut Gerichtsunterlagen schwere Vorwürfe gegen seine Mitangeklagten erhoben und wirft ihnen vor, in ein weltweites Betrugssystem verwickelt zu sein.
Der zentrale Streitpunkt: Während die Verteidigung einzelner Angeklagter argumentiert, es habe sich um riskante, aber legale Geschäftstätigkeiten gehandelt, sieht der Zeuge hier klare Indizien für organisierte Kriminalität. Die Aussagen deuten darauf hin, dass sich das Verfahren zu einem langwierigen und komplexen Prozess entwickeln wird, in dem die Beteiligten sich gegenseitig belasten.
Das Wirecard-Desaster hatte 2020 für internationales Aufsehen gesorgt. Die Aufklärung der Vorgänge rund um die betrügerischen Geschäftspraktiken läuft seither vor Gericht – ein Verfahren, das die Grenzen zwischen fragwürdigen Geschäftsmethoden und strafbarem Betrug auszuloten versucht.