Zahlungsdienste: Vorwürfe gegen Ex-Manager Hüllemann

Ein ehemaliger Chef eines großen Zahlungsdienstleisters soll Kriminellen geholfen haben, ein illegales Parallelsystem in der Branche aufzubauen. Der Beschuldigte bestreitet die Anschuldigungen.
Ermittlungen gegen den früheren Geschäftsführer des Zahlungsdienstleisters Unzer haben schwerwiegende Vorwürfe offenbart: Mirko Hüllemann soll Kriminellen dabei geholfen haben, in den deutschen Finanzmarkt einzudringen und dort ein illegales Schattensystem zu etablieren. Das Vorgehen trägt den Codenamen "Operation Chargeback".
Das geplante Parallelsystem hätte es Betrügern nach Ermittlerangaben ermöglicht, den kontrollierten Finanzmarkt zu umgehen und illegale Zahlungsströme zu leiten. Hüllemann soll dabei seine Position und Kontakte in der Branche genutzt haben, um diese Strukturen aufzubauen.
Der Ex-Manager weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück und bestreitet jegliche Beteiligung an den kriminellen Machenschaften. Die Ermittlungen gegen ihn dauern an.