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Marius Borg Høiby ins Gefängnis Ila verlegt

16. Juni 2026· Jonas Brinkmann

Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin muss seine vierjährige Haftstrafe in einer Anstalt mit belasteter Geschichte verbüßen. Das Gefängnis Ila war einst Konzentrationslager der Nazis.

Marius Borg Høiby, Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, wurde am Montag zu vier Jahren Haft verurteilt. Nachdem sein bisheriges Gefängnis geschlossen wird, verlegt man ihn in die Haftanstalt Ila, die etwa 25 Autominuten vom königlichen Schloss in Oslo entfernt liegt. Die Familie kann ihn somit weiterhin besuchen, allerdings nur zu festgelegten Zeiten und unter Aufsicht.

Das Gefängnis hat eine belastete Vergangenheit: Erbaut zwischen 1937 und 1940, wurde die Anstalt während der Nazi-Besatzung Norwegens als Konzentrationslager genutzt. Etwa 20.000 Menschen waren dort insgesamt inhaftiert, zeitweise bis zu 5.000 gleichzeitig. Nach Kriegsende funktionierte man das Gebäude zunächst in ein Gefängnis für Hochverräter um, bevor es 1952 als reguläre Haftanstalt neu eröffnet wurde. Heute ist Ila ein Hochsicherheitsgefängnis, das bereits berüchtigte Straftäter wie Massenmörder Anders Behring Breivik beherbergte.

Die Einrichtung mit Platz für 124 Insassen bietet verschiedene Beschäftigungs- und Resozialisierungsprogramme. Allerdings hatte eine Kontrollbehörde 2017 gravierende Mängel kritisiert: Viele Zellen hatten damals weder Duschen noch Toiletten.

H
Hitkanal.FM Main
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