Der „Tech-Nick“ ist kein Bonus-Papa, sondern ein guter Freund
von teleschau
03.03.2026, 16:25 Uhr
03. März 2026 um 16:25 Uhr
Antoine Monot ist vielen als „Tech-Nick“ bekannt. Doch der Schauspieler hat weit mehr zu bieten, wie sein beruflicher und privater Werdegang zeigen.
„Bei Technik-Fragen Tech-Nick fragen!“ – dieser Satz machte Antoine Monot (50) 2013 bundesweit bekannt. Als Werbegesicht einer Elektronikkette spielte er den schweigsamen Verkäufer „Tech-Nick“, der Produkte mit knappen Gesten und dem Slogan „Abgenickt von Tech-Nick!“ empfahl. Vier Jahre lang war er in dieser Rolle zu sehen. Bis heute bleibt sein Gesicht eng mit der Werbefigur verbunden. Dabei hatte Monot bereits zuvor eine erfolgreiche Karriere als Schauspieler in Film und Fernsehen aufgebaut.

Für Monot war die Werberolle kein Hindernis, sondern ein Vorteil. Die Frage, ob „Tech-Nick“ Fluch oder Segen sei, stellte sich für ihn nicht: „Wieso soll etwas, dem ich so viel zu verdanken habe, ein Fluch sein? Ich habe dadurch einen irren Schub bekommen, kann mir viel mehr Projekte aussuchen und bekomme auch anderes angeboten. Ich bin sehr dankbar, dass es mir so gut geht“, sagte er 2015 im teleschau-Interview.
Antoine Monot – der Sohn eines Musikers und einer Schauspielerin
Antoine Monots künstlerische Laufbahn wurde auch durch sein familiäres Umfeld geprägt: Sein Vater Jean‑François Monot ist Komponist und Dirigent, seine Mutter Gisela Monot Schauspielerin. Nach der Waldorfschule studierte er Regie an der Schauspielakademie Zürich. Sein Kinodebüt gab er 1994 mit „Tschäss“, bevor ihm 1997 mit dem Film „Absolute Giganten“ der Durchbruch gelang. Das Coming-of-Age-Drama von Sebastian Schipper erhielt den Deutschen Filmpreis in Silber, das Ensemble wurde zudem in Sotchi ausgezeichnet.

Von „Tatort“-Fan zum Krimi-Darsteller
Monot übernahm danach größere Rollen in Filmen wie „Das Experiment“ (2001), „Lammbock“ (2001), „Schwere Jungs“ (2006) und „Resturlaub“ (2011). Im Fernsehen war er ebenfalls präsent, unter anderem in mehreren „Tatort“-Folgen sowie Serien wie „Der Bulle von Tölz“, „Die Rosenheim-Cops“ und „Großstadtrevier“. Seine Begeisterung für Krimis hat einen persönlichen Hintergrund: „Ich bin mit dem ‚Tatort‘ aufgewachsen und habe sonntags auf diese Filme hingefiebert, als ich eigentlich noch zu jung dafür war“, sagte er im teleschau-Interview. Auch Autoren wie Agatha Christie, Sir Arthur Conan Doyle und Georges Simenon prägten ihn. Besonders beeindruckten ihn Götz Georges „Schimanski“ und Hansjörg Felmy als Kommissar Haferkamp.

Heute steht Monot selbst im Mittelpunkt von Krimiserien. Seit 2014 gehört er zur Hauptbesetzung der ZDF-Serie „Ein Fall für zwei“. Parallel dazu spielt er die Titelrolle in der RTL-Reihe „Behringer und die Toten – Ein Bamberg‑Krimi“. Die Figur entwickelte er gemeinsam mit seiner Ehefrau, während Handlung und Geschichten von einer Autorin stammen. Im teleschau-Interview erklärte Monot 2024: Aus der Zusammenarbeit sei „ein Kommissar geworden, den man aufgrund seiner Art zu kommunizieren erst mal wenig zutraut.“ Zudem hat er eine persönliche Verbindung zur Region: „Meine Familie kommt mütterlicherseits aus Plankenfels, das liegt zwischen Hollfeld und Bayreuth. Das Fränkische ist mir von Kindesbeinen an sehr vertraut“, erzählte er. Als Kind lebte er eine Zeit lang in der Fränkischen Schweiz.
Antoine Monot ist kein „Bonus-Papa“
Heute lebt Antoine Monot mit seiner Partnerin Stefanie Sick, Journalistin und HSE24-Moderatorin, in einer Patchwork-Familie bei München. Die beiden kennen sich seit den Dreharbeiten zur ARD-Sitcom „Biggi“ im Jahr 1998 und sind seit 2015 ein Paar. Über sie sagte Monot im Magazin „Gala“: „Stefanie ist nicht nur eine tolle Frau und ein sehr liebenswerter Mensch, sondern auch eine großartige Mutter.“ Seine Rolle im Familienleben beschreibt er bescheiden: „Ich war nie ein Bonus-Papa. Die Kinder haben ihre Väter und ich bin den Kindern ein guter Freund geworden.“

Neben der Schauspielerei ist Monot auch Unternehmer. Gemeinsam mit seiner Frau betreibt er ein Online-Handelsunternehmen. Handel sei eine „echte Leidenschaft“ von ihm, sagte Monot 2024 der teleschau: „Ich liebe es, mich in Excel-Tabellen zu vertiefen und dort nach Antworten zu suchen.“ Seine ersten Schritte als Unternehmer machte er mit dem Verkauf von Computer-Technik: „Als Anfang der Nullerjahre eBay nach Deutschland kam, habe ich dort Drucker verkauft. Ich kaufte die im Einzelhandel ein und mit sensationellen Margen weiter – weil damals galt eBay als hip und total günstig“, erzählte Monot lachend.
Von Niels Tenhagen



