Ashley Graham kritisiert Abnehmspritze-Trend scharf
Das Supermodel sieht in Ozempic und Co. einen Rückschlag für die Body-Positivity-Bewegung. Sie warnt davor, dass Schlankheit wieder ins Zentrum von Mode und Entertainment rückt.
Ashley Graham hat sich kritisch über den wachsenden Einsatz von Abnehmspritzen in Hollywood geäußert. Im Interview mit der Zeitschrift Marie Claire beschreibt das 38-jährige Model den GLP-1-Trend als "einen Schlag ins Gesicht" für Frauen, die sich jahrelang für Körperakzeptanz eingesetzt haben. Sie beobachtet, wie das gesellschaftliche Pendel wieder in Richtung Schlankheitsideale ausschlägt – ausgerechnet wenn die Body-Positivity-Bewegung endlich Sichtbarkeit erreicht hatte.
Graham befürchtet, dass Medikamente zur Gewichtsabnahme Dünnheit erneut zum Standard in Mode und Entertainment machen. Gleichzeitig betont sie Hoffnung: Die Errungenschaften der Bewegung seien nicht zu zerstören. Besonders hebt sie die Rolle von Plus-Size-Influencerinnen hervor, die über soziale Medien Selbstakzeptanz vorleben und jungen Menschen zeigen, dass Körpervielfalt normal und wertvoll ist.
Graham hat sich seit Beginn ihrer Karriere für Körpervielfalt eingesetzt und arbeitet als Unternehmerin an Mode-Kollektionen für Plus-Size-Kundinnen. Ihr Ziel: Frauen sollten sich nicht permanent mit ihrem Gewicht oder ihrer Kleidergröße auseinandersetzen müssen, sondern sich schlicht schön und selbstbewusst fühlen können.