TV-Star Lambert Hamel (†85) ist tot
Schauspieler Lambert Hamel ist im Alter von 85 Jahren verstorben. Wie seine Familie mitteilte, erlag er am vergangenen Freitag nach kurzer, schwerer Krankheit seinem Leiden.
Der deutsche Schauspieler Lambert Hamel ist tot. Wie seine Familie der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, verstarb er am vergangenen Freitag (13. Februar) nach kurzer, schwerer Krankheit. Hamel hinterlässt ein umfangreiches Werk in Theater, Film und Fernsehen.
Seine Karriere begann am Theater, wo er über Jahrzehnte als Ensemblemitglied tätig war. Zu den bedeutendsten Stationen zählen die Münchner Kammerspiele und das Bayerische Staatsschauspiel, an denen er sowohl klassische als auch moderne Rollen übernahm. Dort spielte er unter anderem in Dramen, Komödien und zeitgenössischen Stücken und etablierte sich als vielseitiger Charakterdarsteller.
Lambert Hamel war auch im TV präsent
Hamel wirkte in über hundert Film- und Fernsehproduktionen mit. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen „Der Idiot“ (1968), „Der ganz normale Wahnsinn“, „Vater wider Willen“ und „Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler“. Besonders einprägsam blieb seine Darstellung des Reformators im ZDF-Zweiteiler „Martin Luther“ (1983). Auch in Serien wie „Tatort“, „Der Bergdoktor“ und „Pfarrer Braun“ war er regelmäßig zu sehen.
Einen seiner letzten Auftritte hatte er in der ZDF-Serie „Gestern waren wir noch Kinder“.

Hamel wollte nicht auf einen Typ festgelegt werden
Seine künstlerische Arbeit war geprägt von der Vielseitigkeit seiner Rollen und einer klaren Haltung zum Schauspiel: Hamel war es wichtig, nicht in eine Schublade gesteckt zu werden.
Er sagte einmal, dass er „nicht gerne auf einen Typen festgelegt wäre“.
Über die Veränderungen, die das Alter für einen Darsteller mit sich bringt, äußerte er sich ebenfalls reflektiert: „Erst hat man plötzlich Kinder und dann spielt man den Opa. Jedes Alter wird gebraucht.“
Das Theaterspielen betrachtete Hamel stets als zentrales Element seines künstlerischen Lebens. „Die Bühne heilt. Wenn ich in der Garderobe bin und dann auf die Bühne gehe, ist alles gut. Die Aufregung, das Adrenalin – das motiviert.“



