Ben Stiller: Provokante Komödien heute schwer umsetzbar
Der Schauspieler und Regisseur bezweifelt, dass seine Kultfilme wie "Tropic Thunder" unter heutigen Bedingungen noch entstehen könnten. Soziale Medien und veränderte Sensibilität machen es Studios schwerer.
Ben Stiller hat in einem Interview mit der Sunday Times Bedenken geäußert, ob seine großen Erfolgsfilme aus den 2000er-Jahren heute noch produziert werden würden. Der 59-Jährige sieht die Gründe in gewandelten gesellschaftlichen Empfindlichkeiten und dem Risiko, bei Zuschauern mit Humor zu scheitern, der als unangemessen wahrgenommen wird.
Besonders "Tropic Thunder" war seinerzeit umstritten. Robert Downey Juniors Rolle und die Darstellung der Figur Simple Jack zogen Kritik auf sich. Stiller betont jedoch, dass Komödien auf Spontaneität angewiesen sind und Studios zunehmend risikoscheu werden – mit der Folge, dass innovative und gewagt humorvolle Projekte gar nicht erst realisiert werden. Die Einführung von Twitter 2009 habe die Dynamik zusätzlich verändert, da Reaktionen auf Inhalte heute schneller und mit größerem Einfluss erfolgen können.
Trotz dieser Herausforderungen verteidigte Stiller seine früheren Werke wiederholt. Er betone seinen Stolz auf die Arbeit des gesamten Teams und sehe sein Vermächtnis nicht zuletzt in der erfolgreichen "Nachts im Museum"-Trilogie gefestigt.