Carolin Kebekus über Stillen in der Öffentlichkeit: "Muss das sein?"
Die Comedienne berichtet von unangenehmen Momenten beim Stillen in der Öffentlichkeit. Sie kritisiert die Doppelmoral gegenüber Müttern und fordert mehr Verständnis.
Seit knapp einem Jahr ist Carolin Kebekus Mutter – und hat dabei gelernt, dass Elternschaft voller Widersprüche steckt. In ihrem neuen Buch "8000 Arten, als Mutter zu versagen" und in einem Interview mit dem Spiegel teilt die 45-jährige Comedienne ihre Erfahrungen mit ständiger Kritik und Beobachtung.
Besonders beim Thema Stillen erlebe sie eine undankbare Situation: Egal wie lange oder kurz man sein Kind stille – es gebe immer jemanden, der es falsch findet. Auch in der Öffentlichkeit werde sie mit Vorwürfen konfrontiert. "Muss das sein, dass Sie hier stillen?", sei ihr von Passanten in einem Kaufhaus gesagt worden. Gleichzeitig störe sich niemand an Männern, die bei Hitze oberkörperfrei in Parks herumlaufen.
Kebekus sieht darin eine grundsätzliche Ungerechtigkeit: Mütter würden deutlich intensiver beäugt und hätten viel höhere Erwartungen zu erfüllen als Väter. Ihre Comedy nutzt sie als therapeutisches Ventil, um solche Erlebnisse humorvoll zu verarbeiten.