Kuschel-Kissen als Beweismittel: Block-Prozess nimmt bizarre Wendung
Im Entführungsprozess gegen Christina Block könnte ein ungewöhnliches Detail zum Durchbruch führen: Ein Kissen mit auffälligem Muster soll zeigen, dass die Steakhauserbin die Aktion koordiniert hat.
Der Prozess gegen die Unternehmerin Christina Block wegen angeblich in Auftrag gegebener Kindesentführung nimmt unerwartete Züge an. Im Mittelpunkt der Anklage steht die Vermutung, dass Block ihre beiden Kinder Klara (15) und Theo (12) in der Silvesternacht 2023/24 entführen ließ. Die Anschuldigungen beruhen auf mehreren Indizien, eines davon wirkt auf den ersten Blick absurd: ein Kissen mit auffälligen Bommel-Mustern.
Laut Polizeibefragungen übergab Block kurz vor der Entführung in einem Hamburger Luxushotel eine weiße Tüte an mutmaßliche Komplizen. Sie soll persönliche Gegenstände ihrer Kinder enthalten haben – darunter eben jenes merkwürdige Kissen. Die Ermittler sehen darin einen Versuch, den entführten Kindern zu signalisieren, dass hinter der Aktion die Mutter steckt und sie in Sicherheit sind. Ein psychologischer Rückführungsplan, den Block vorher in Auftrag gab, unterstützt diese Theorie.
Block bestreitet alle Vorwürfe. Ihre Anwälte argumentieren, dass die Aussagen der mutmaßlichen Täter unglaubwürdig seien. Das Gericht wird in der Gesamtschau aller Beweise entscheiden müssen, ob das skurrile Kissen tatsächlich ein fehlendes Puzzleteil in der Anklage darstellt.