Ermittlerin kehrt zu Jacksons Neverland zurück
Mehr als 20 Jahre nach der Hausdurchsuchung auf Michael Jacksons Ranch besucht die damalige Ermittlerin Ruby Wolff den Ort erneut. Sie berichtet von verstörenden Eindrücken und fragwürdigen Funden.
Die ehemalige Polizistin Ruby Wolff hat sich nun gemeinsam mit einem britischen Nachrichtenmedium zurück auf Neverland begeben – jenes Anwesen in den kalifornischen Hügeln, das sie 2003 während einer groß angelegten Hausdurchsuchung inspiziert hatte. Damals ermittelten etwa 20 Beamte nach Missbrauchsvorwürfen gegen den Pop-Star, der sich später vor Gericht verantworten musste.
In einem Video-Interview beschreibt Wolff ihre Erlebnisse vor Ort: Das weitläufige Grundstück habe auf sie verstörend gewirkt – mit überall verteilten Kinderfiguren, Peter-Pan-Musik an den Toren und üppiger Ausstattung im Haupthaus. Besonders im Schlafzimmer des Sängers sei sie auf chaotische Zustände gestoßen, darunter verdorbene Lebensmittel und pornografisches Material. Sie habe auch eine versteckte Tür im Badezimmer entdeckt, die Michael Jackson wohl als geheimer Zugang diente.
Trotz dieser Funde wurde Jackson nach einem mehmonatigen Prozess 2005 freigesprochen – ein Urteil, das die Ermittlerin bis heute beschäftigt. Währenddessen nimmt die Diskussion um das kommende Hollywood-Biopic "Michael" Fahrt auf, in dem Jacksons Neffe die Hauptrolle spielt und das 2026 in die Kinos kommen soll.