Palast soll früh von Andrews Machenschaften gewusst haben
Gerichtsdokumente deuten an, dass der Buckingham Palast bereits 2020 von einem großen E-Mail-Archiv erfuhr, das Prinz Andrews Zeit als Handelsgesandter betrifft. Der Royal wird wegen Amtsmissbrauchs ermittelt.
Neue Gerichtspapiere belasten Prinz Andrew erneut: Ein Archiv mit etwa 30.000 E-Mails soll bereits im Mai 2020 an den damaligen Lord Chamberlain des Buckingham Palasts gelangt sein. Die Nachrichten stammen aus einem privaten Geschäftskonto und behandeln Andrews Amtszeit als britischer Handelsgesandter von 2001 bis 2011.
Nach Angaben der BBC zeigen einige der veröffentlichten E-Mails, dass der Royal 2010 vertrauliche Finanzinformationen des Finanzministeriums zu Islands Bankensektor anforderte und diese an einen privaten Kontakt weiterleitete. Der Palast lehnt einen Kommentar mit Verweis auf laufende Ermittlungen ab. Die Thames Valley Police prüft gegen Andrew unter anderem den Verdacht des Amtsmissbrauchs und untersucht mittlerweile auch mögliche Sexualdelikte.
Aus der Politik kommt nun Druck: Die Abgeordnete Rachael Maskell fordert eine öffentliche Untersuchung und verlangt eine Überprüfung des Kontrollsystems rund um den königlichen Haushalt. Andrew bestreitet jedes Fehlverhalten.