Christoph Maria Herbst (59) kehrt als Bernd Stromberg auf die große Leinwand zurück – und zeigt im Kinofilm „Stromberg – Wieder alles wie immer“ erneut den grantigen, politisch unkorrekten Chef, den viele lieben und fürchten. Privat ist jedoch alles anders: Der 1966 geborene Rheinländer lebt in Köln, ist seit 2012 verheiratet mit Gisi und meidet das Dauergeblitze der roten Teppiche. Statt zynischem Sprücheklopfer gibt es zu Hause geordnete Ruhe, viel Lachen – und überraschend viel Spiritualität.
Christoph beschreibt sich selbst als gläubigen Menschen, geprägt von seiner katholischen Kindheit. Gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung erzählte er, wie sehr ihn das Gemeindeleben geformt hat: „Mir hat dieses Leben in der Gemeinde unheimlich gutgetan.“ Er war Ministrant und dachte als junger Mann sogar darüber nach, Priester zu werden. Noch heute sagt er: „Ich bin im Zwiegespräch mit Gott“ und betont, dass er an „die Wirkmacht des Gebets“ glaubt. In seinem Privatleben ist ihm Nächstenliebe wichtig – auch in der Ehe. Gegenüber Gala erklärte er das Geheimnis seiner Beziehung zu Gisi: „Kommunikation. Auf jeder Ebene. Auch Sex ist Kommunikation.“ Sie lachen viel zusammen, Humor und Selbstironie seien für ihn „das Salz in der Suppe einer guten Beziehung“. Wenn er seine Frau überraschen möchte, steht er selbst am Herd und zaubert ein mehrgängiges Menü. „Wenn es bei uns richtig romantisch werden soll, gibt es Champagnerbier“, schwärmte er über das besondere belgische Bier, das in Frankreich nach Champagnerart weitergärt.
Sein Umgang mit Liebe und Familie war nicht immer so geerdet wie heute. In den 2000er-Jahren sorgte vor allem seine Beziehung zu Schauspielerin Marie Zielcke für Schlagzeilen: Die beiden traten 2006 erstmals gemeinsam beim Deutschen Fernsehpreis auf, lebten später eine intensive On-Off-Beziehung, die 2009 endgültig endete. Über Details sprachen sie kaum öffentlich, die Trennung wurde damals über einen Anwalt knapp bestätigt. Christoph nannte sich in dieser Zeit in der Bild einen „Romantiker“, der nicht mehr einfach „drauflos“ liebe – ein Hinweis darauf, wie ernst er Beziehungen nimmt. Auch das Thema Kinder betrachtet er reflektiert: In Interviews erklärte er, dass es sich schlicht nie ergeben habe, obwohl er sich vorstellen konnte, ein Kind in den Mittelpunkt seines Lebens zu stellen.
Passt Christophs spirituelle, gläubige Seite zu ihm – trotz Stromberg-Image?



