Noras Aussage im Prozess: Ex-Freundin packt über Marius aus
Im norwegischen Gerichtssaal berichtet Nora Haukland, die Ex-Freundin von Marius Borg Høiby, detailliert von Gewalt und Kontrolle in ihrer Beziehung. Der Sohn der Kronprinzessin bestreitet die Vorwürfe.
Im Prozess gegen Marius Borg Høiby, Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, hat am Donnerstag seine Ex-Freundin Nora Haukland ausgesagt. Die 29-jährige Influencerin war von 2022 bis 2023 mit dem Angeklagten zusammen und hat 2024 öffentlich Gewaltvorwürfe gegen ihn erhoben – die einzige der Opfer, die namentlich genannt werden darf.
Haukland beschrieb vor Gericht ein widersprüchliches Bild ihres Ex-Partners: einen charmanten, lustigen Mann, der sich auch als verletzlich und liebevoll zeigen konnte – aber auch jemanden mit unkontrollierter Wut. Sie berichtete von wiederholten Ausrastern, bei denen Marius Möbel zerstörte, sie anschrie und körperlich anging. Zugleich schilderte sie ein System der emotionalen Kontrolle: Er kontrollierte ihre Kleidung, überwachte ihr Handy, isolierte sie von Freunden und drohte, sie hätte sein Leben ruiniert. Ein Umzug zu Skaugum, dem Wohnsitz der Königsfamilie, sollte ihm helfen – verschärfte die Isolation stattdessen.
Der Staatsanwalt legte konkrete Vorfälle vor: Marius soll Haukland geschlagen, gewürgt, getreten und mit Gegenständen beworfen haben. Er soll sie mit Schimpfwörtern beschimpft und unter Druck gesetzt haben. Haukland gab auch zu, dass während ihrer Beziehung eine Tasche mit Kokain – die Marius gehört haben soll – fotografiert wurde. Marius Borg Høiby bestreitet alle Vorwürfe.