Hof-Experte kritisiert Umgang mit Mette-Marit im Epstein-Skandal
Der norwegische Königshof schweigt weiterhin zu neuen Dokumenten über Kronprinzessin Mette-Marits Verbindungen zu Jeffrey Epstein. Ein Royal-Experte wirft dem Palast vor, die Kronprinzessin als Sündenbock zu missbrauchen.
Rund sechs Wochen nach Bekanntwerden neuer Unterlagen zum Epstein-Fall hat das norwegische Königshaus bislang keine detaillierten Aussagen gemacht. Das US-Justizministerium veröffentlichte Dokumente, in denen Kronprinzessin Mette-Marit über 1.000 Mal erwähnt wird. Sie deuten auf engere Kontakte zu dem verstorbenen Sexualstraftäter hin als bisher bekannt.
Der Palast teilte mit, dass sich die Kronprinzessin von Epsteins Verbrechen distanziert und sich später selbst äußern möchte. Derzeit benötige sie jedoch Zeit und könne sich nicht zu den Details äußern. Der Sprecher betonte mehrfach, dass bereits Stellungnahmen erfolgt seien.
Der Fernseh-Experte Ole Jørgen Schulsrud-Hansen von TV 2 kritisiert diese Vorgehensweise scharf. Der Hof habe Mette-Marit als Sündenbock präsentiert, statt selbst Verantwortung zu übernehmen und transparent zu erklären, warum eine ausführlichere Stellungnahme noch nicht möglich sei. Schulsrud-Hansen wirft zudem dem gesamten norwegischen Staatsapparat, einschließlich des Außenministeriums, vor, Versäumnisse begangen zu haben. Diplomaten hätten genauer überprüfen sollen, mit wem die Kronprinzessin bei ihren Besuchen in Florida Kontakt hatte.