Fastenzeit: Durchhalten beim Verzichten

Fastenzeit: Durchhalten beim Verzichten
Fastenzeit

Durchhalten beim Verzichten – 6 einfache Tricks helfen

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Julia Poggensee

von Julia Poggensee

17.02.2026, 21:07 Uhr

17. Februar 2026 um 21:07 Uhr

Die Fastenzeit ist angebrochen. Viele wollen jetzt auf Süßigkeiten, Alkohol oder auch Social Media verzichten. Damit das klappt, können sechs Tricks dabei helfen.

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Mit dem Aschermittwoch beginnt in der christlichen Tradition die Fastenzeit. Sie dauert bis Ostern und umfasst rund sechs Wochen bewussten Verzicht.

Viele nutzen die Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern, um bewusst zu verzichten – auf Süßes, Alkohol oder sogar feste Nahrung. 

Fasten ist längst nicht mehr nur ein religiöses Thema. Laut einer DAK-Studie möchten jedes Jahr etwa 60 Prozent der Befragten in dieser Zeit fasten, 73 Prozent könnten es sich zumindest vorstellen.

Trotzdem: Ganz auf bestimmte Gewohnheiten zu verzichten, fällt vielen schwer – egal ob es um Süßigkeiten, Alkohol, Fernsehen oder sogar feste Nahrung geht. Die folgenden Tipps machen dein Fastenvorhaben alltagstauglicher und helfen dir, dranzubleiben, ohne dich zu überfordern.

1. Setz dir machbare Ziele

Wenn du noch nie gefastet hast, ist ein kompletter Verzicht auf alle Nahrungsmittel meist zu radikal. Es kann dich überfordern und die Chance erhöhen, früh abzubrechen.

Besser ist es, dich auf wenige, klar definierte Dinge zu konzentrieren, zum Beispiel:

  • Süßigkeiten,
  • Softdrinks,
  • Alkohol,
  • bestimmte Snacks.

So bleibt dein Ziel greifbar, und du kannst Erfolge schneller spüren. Strengere Formen wie Heilfasten – also zeitweise der weitgehende Verzicht auf feste Nahrung – eignen sich eher, wenn du bereits Erfahrung mit dem Fasten gesammelt hast.

2. Trinken statt naschen

Appetit auf Süßes ist für viele die größte Herausforderung. Gerade dann kann dir Tee helfen. Während viele Snacks in der Fastenzeit tabu sind, ist Tee in seinen Varianten erlaubt.

Gut geeignet sind:

Wenn dir der Nachtisch besonders fehlt, können dich Teesorten mit süßen Aromen unterstützen, zum Beispiel mit Stevia gesüßte Mischungen oder Sorten mit Geschmacksrichtungen wie Schokolade, Apfelkuchen oder Zimtschnecke.

Auch klassische Sorten wie Pfefferminztee oder Brennnesseltee können hilfreich sein, weil sie das Hungergefühl etwas dämpfen.

3. Denk an dein „Warum“

Deine innere Haltung entscheidet oft darüber, ob du durchhältst. Mach dir immer wieder bewusst, warum du fastest:

  • Willst du Gewohnheiten hinterfragen?
  • Deinem Körper eine Pause gönnen?
  • Deinen Konsum von Alkohol, Süßigkeiten oder Medien reduzieren?

Wenn du deine Gründe kennst, fällt es leichter, Versuchungen zu widerstehen. Du kannst dir außerdem den Zeitpunkt vor Augen halten, an dem die Fastenzeit endet und du wieder entscheiden darfst, was du dir gönnst.

Vielleicht stellst du dann fest, dass dir manche neue Gewohnheit guttut – und du auch nach der Fastenphase weniger konsumieren möchtest.

4. Nimm Beschwerden ernst – und reagiere

Fasten kann deinen Körper fordern. Vorübergehende Beschwerden wie Schwindel oder Übelkeit sind möglich. Wichtig ist, sie wahrzunehmen und aktiv gegenzusteuern. Hilfreich können sanfte Bürstenmassagen, Rosmarintee oder leichte Bewegung sein.

Bei Kopfschmerzen können Spaziergänge an der frischen Luft, ausreichend trinken oder eine warme Kompresse im Nackenbereich für Linderung sorgen. Wenn Beschwerden stark oder anhaltend sind, solltest du dein Fasten überdenken und im Zweifel ärztlichen Rat einholen.

5. Füll die gewonnene Zeit sinnvoll

Wenn du auf bestimmte Genussmittel oder Routinen verzichtest, entsteht oft freie Zeit. Nutze sie bewusst, statt nur darüber nachzudenken, was du gerade nicht hast.

Ideen, wie du deine Tage füllen kannst:

  • ein Buch lesen,
  • Kreuzworträtsel oder andere Rätsel lösen,
  • stricken, malen oder ein anderes Hobby aufgreifen,
  • in Ruhe mit deiner besten Freundin telefonieren.

Je weniger Langeweile aufkommt, desto weniger kreisen deine Gedanken um das, worauf du verzichtest.

6. Belohne dich – nur anders

Fasten heißt nicht, dass du komplett auf jede Form von Belohnung verzichten musst. Wichtig ist nur, dass diese nicht deinem Fastenziel widerspricht.

Statt Schokolade, Fast Food oder einem Glas Wein kannst du dir zum Beispiel gönnen:

  • zuckerfreie Bonbons,
  • eine neue Zeitschrift,
  • ein kleines neues Kleidungsstück,
  • etwas, das du dir schon lange wünschst und das in deinen Rahmen passt.

So verknüpfst du die Fastenzeit nicht nur mit Verzicht, sondern auch mit positiven Erlebnissen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwischen Aschermittwoch und Ostern nutzen viele Menschen die Fastenzeit, um bewusst zu verzichten; laut DAK fasten oder erwägen dies jedes Jahr sehr viele Befragte.
  • Realistische Ziele, passende Getränke wie Kräuter- und Früchtetees, eine positive innere Haltung und bewusst genutzte freie Zeit erleichtern dir das Durchhalten.
  • Nimm körperliche Beschwerden ernst und erlaube dir alternative Belohnungen – so wird Fasten eher zu einer Chance für neue Routinen als zu einer bloßen Phase des Mangels.

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