Frühjahrsmüde: Warum der Körper aus dem Rhythmus gerät
Mit längeren Tagen und mehr Sonnenlicht stellt der Körper um – doch dieser Prozess bringt das hormonelle Gleichgewicht durcheinander. Das Resultat: tagsüber Müdigkeit, nachts Aufgedrehtheit.
Der Frühling bringt biologische Veränderungen mit sich, die viele Menschen aus dem Takt werfen. Schuld daran ist vor allem das Sonnenlicht, das den Körper aus dem Winterschlaf aufweckt. Mit den früher aufgehenden Sonnen steigt der Cortisolspiegel bereits vor dem Wecker an – der Körper versetzt sich selbst in Alarmbereitschaft, wenn eigentlich noch Ruhe angesagt wäre.
Hinzu kommt eine hormonelle Umschaltung: Im Winter produziert der Körper viel Melatonin wegen der Dunkelheit. Sobald die Tage länger werden, drosselt er die Melatoninproduktion und kurbelt Serotonin an. Doch diese Umstellung braucht drei bis vier Wochen. Gleichzeitig sinkt durch wärmere Temperaturen der Blutdruck, was zusätzlich zu Müdigkeit führen kann. Ein Vitamin-D-Mangel aus den Wintermonaten verschärft das Problem noch.
Besonders Nachteulen leiden unter diesem Phänomen: Ihr Körper möchte morgens länger schlafen, während berufliche Verpflichtungen sie früh aus dem Bett treiben. Abhilfe schaffen Tageslicht nach dem Aufstehen, regelmäßige Schlafzeiten und eine ausgewogene Ernährung. Sollte die Erschöpfung über mehrere Wochen anhalten, ist ein Arztbesuch ratsam – es könnte auf Mangelerscheinungen oder Erkrankungen hindeuten.